St. Gallen, Rundturm um 1515
Stein- und PutzkonservierungAusser den Veränderungen 1810 (Gefängnis) und um die Wende vom 19. aufs 20. Jh. (Kaminschacht) erfuhr der Turm keine einschneidenden Eingriffe und restauratorischen Massnahmen. Er gilt daher als seltener Zeuge dafür, dass im Vergleich zu tief greifenden, gut gemeinten Renovationen, die natürliche Verwitterung bei günstigen Umständen nicht so schnell fortschreitet. Der Rundturm zeigt daher noch die ganze nicht „verrenovierte“ Alterswürde. Für Denkmalpflege, Bauherr, Architekten und Restauratoren galt, dass nur konservierende Massnahmen ausgeführt werden, um den aktuellen historischen Bestand präsentieren zu können. Es gibt im weiten Umfeld dieses Turmes keine Objekt mit historischen Putzen mehr.
Unser Auftrag war, den Putz um 1515 und 1810 so zu konservieren, dass der historische Bestand erhalten blieb.